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KI-Sichtbarkeit

ChatGPT-Test in 10 Minuten: So findest du heraus, ob KI dich empfiehlt

Du fragst dich, ob du in ChatGPT, Claude oder Gemini schon vorkommst? Du musst nicht raten. Mit diesem 10-Minuten-Test findest du es selbst heraus – inklusive fertiger Prompts, die du nur kopieren musst.

Warum dieser Test wichtig ist

Wenn jemand heute eine Empfehlung sucht, schreibt diese Person nicht mehr automatisch in die Google-Suche. Immer häufiger lautet die Frage: „Welche Kosmetikerin in Wien würdest du mir empfehlen?“ – und zwar an ChatGPT, Claude oder Gemini.

Diese KI-Assistenten antworten nicht mit einer Liste von zehn Treffern. Sie nennen meist nur zwei bis drei Namen. Wer dabei ist, gewinnt. Wer nicht dabei ist, existiert in diesem Moment nicht.

Bevor du irgendetwas optimierst, solltest du wissen: Wo stehst du heute? Genau das macht dieser Test.

Aufwand: ca. 10 Minuten. Du brauchst: einen Account bei ChatGPT, Claude oder Gemini (Gratis-Versionen reichen) und ein leeres Dokument, in dem du die Antworten festhältst.

Schritt 1: Die richtigen Test-Prompts

Wichtig: Frag die KI nicht „Kennst du mich?“. Das ist die falsche Frage. Frag so, wie eine echte potenzielle Kundin fragen würde – ohne deinen Namen, dafür mit deiner Leistung und deinem Standort.

Hier sind fünf Prompt-Vorlagen. Ersetze einfach den Platzhalter [deine Leistung] und [dein Ort]:

Prompt 1: Die direkte Empfehlungsfrage

Ich suche eine gute [deine Leistung] in [dein Ort]. Kannst du mir drei konkrete Anbieter mit Namen empfehlen und kurz erklären, warum?

Prompt 2: Der Vergleichs-Prompt

Wer sind die bekanntesten Anbieter für [deine Leistung] in [dein Ort]? Bitte mit Webadresse, falls bekannt.

Prompt 3: Die Zielgruppen-Frage

Ich bin Einzelunternehmerin in Österreich und suche [deine Leistung]. Welche Anbieter in [dein Ort] sind speziell auf EPUs spezialisiert?

Prompt 4: Die Preis-Frage

Was kostet [deine Leistung] in [dein Ort] ungefähr und welche Anbieter sind bekannt?

Prompt 5: Der Stresstest

Kennst du das Unternehmen [dein Firmenname] aus [dein Ort]? Was weißt du darüber?

Den letzten Prompt stellst du erst zum Schluss. Er zeigt dir, was die KI über dich konkret weiß – und ob die Informationen stimmen.

Schritt 2: Den Test in drei KIs durchführen

Stell die Prompts in mindestens zwei, besser drei KI-Assistenten:

  • ChatGPT (chat.openai.com) – der Marktführer, viele Menschen nutzen ihn als erste Anlaufstelle.
  • Claude (claude.ai) – wird zunehmend von Selbstständigen und Wissensarbeiterinnen genutzt.
  • Gemini (gemini.google.com) – Googles KI, häufig direkt in Suchergebnisse eingebettet.

Warum mehrere? Weil die Ergebnisse stark variieren können. Es gibt EPUs, die in ChatGPT empfohlen werden, in Gemini aber nicht – oder umgekehrt.

Tipp: Starte jeden Test in einem neuen Chat (bei ChatGPT „Neuer Chat“, bei Claude „New conversation“). So beeinflusst keine frühere Frage das Ergebnis.

Schritt 3: Die Antworten ehrlich auswerten

Notiere für jede KI und jeden Prompt:

  1. Wurde dein Business genannt? Ja oder nein?
  2. An welcher Stelle? Wenn drei Empfehlungen kommen: An erster, zweiter oder dritter?
  3. Stimmen die Informationen? Stadt, Leistung, Zielgruppe – alles korrekt?
  4. Wer wird stattdessen empfohlen? Notiere dir die Namen deiner sichtbaren Mitbewerberinnen.

Punkt 4 ist Gold wert. Du siehst auf einen Blick, mit wem du es zu tun hast – und kannst dir deren Websites anschauen, um zu verstehen, was sie richtig machen.

So interpretierst du dein Ergebnis

Szenario A: Du wirst überall empfohlen

Glückwunsch – das ist die Ausnahme. Prüf trotzdem regelmäßig, ob die Informationen aktuell und korrekt bleiben.

Szenario B: Du wirst manchmal empfohlen

Das ist ein guter Startpunkt. Du hast bereits eine gewisse Sichtbarkeit. Jetzt geht es darum, in allen relevanten KI-Systemen konsistent zu erscheinen.

Szenario C: Du wirst gar nicht empfohlen

Das ist der häufigste Fall – und keine Katastrophe. Es bedeutet nur: Du hast hier echtes Potenzial. Wer jetzt handelt, hat einen Vorsprung gegenüber allen, die das Thema noch ignorieren.

Szenario D: Du wirst empfohlen, aber mit falschen Infos

Das ist tatsächlich gefährlicher als gar nicht genannt zu werden. Falsche Stadt, falsche Leistung, falsche Preise – das kostet dich Anfragen. Hier solltest du zügig handeln.

Was tun mit dem Ergebnis?

Egal welches Szenario bei dir herauskommt: Der Test ist nur die Diagnose. Jetzt kommt die Therapie. Drei Dinge, die du sofort selbst tun kannst:

  1. Schreibe deine Website-Texte so, wie Menschen fragen. Statt „Innovative Lösungen für Ihr Business“ lieber „Ich bin Webdesignerin in Wien und gestalte Websites für Einzelunternehmerinnen.“ Klar, konkret, mit Ort und Zielgruppe.
  2. Sorge für konsistente Angaben. Gleiche Beschreibung auf Website, Google Business Profil, LinkedIn, WKO-Firmen A-Z. KI-Systeme vergleichen Quellen und bevorzugen das, was überall übereinstimmt.
  3. Hol dir externe Erwähnungen. Branchenverzeichnisse, Interviews, Gästeblogposts. Je mehr unabhängige Quellen dich nennen, desto sicherer wirst du für KIs zu einer empfehlenswerten Adresse.

Darüber hinaus gibt es technische Optimierungen, die speziell für KI-Systeme gemacht sind.

Wiederhol den Test alle 3 Monate. KI-Modelle werden regelmäßig aktualisiert. Was heute noch nicht funktioniert, kann in drei Monaten ganz anders aussehen – in beide Richtungen.

Fazit: Erst messen, dann optimieren

Du kannst keine Sichtbarkeit verbessern, die du nicht misst. Dieser 10-Minuten-Test gibt dir Klarheit, wo dein Business gerade steht – ohne dass du dafür ein einziges Tool kaufen oder eine Agentur beauftragen musst.

Mach den Test heute. Sichere dir die Ergebnisse als Screenshot. Und wenn du das Gleiche in drei Monaten wiederholst, siehst du schwarz auf weiß, wie sich deine KI-Sichtbarkeit entwickelt hat.

Schlechtes Test-Ergebnis bekommen?

Ich helfe dir, von ChatGPT, Claude und Gemini gefunden und korrekt empfohlen zu werden. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was für dein Business sinnvoll ist.

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